Gründung einer Arche – Zeichen einer neuen Zeit?

Veröffentlicht am 30. April 2026 um 18:30

Am 25. April 2026 geschah in Wetzikon mehr als nur eine Einweihung.
Etwas hat begonnen. Mit der Gründung der Gemeinschaft „Vom Himmel zur Erde – Costa Dorata del Sole“ stehen plötzlich Fragen im Raum, die viele betreffen: Was ist eine Arche in unserer Zeit – und welche Aufgaben hat sie? Welche Rolle spielt das Geld wirklich – nur ein Mittel oder eine unsichtbare Macht? Und warum sprechen immer mehr Menschen von einer bevorstehenden Wende… sogar von der Wiederkunft Christi?
👉 In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die Hintergründe dieses Abends und die Themen, die dabei angesprochen wurden.
Zufall… oder Zeichen der Zeit?

Teil 1 – Zwischen Geschichte, Spiritualität und innerem Ruf

Am Samstag, den 25. April 2026, fand in Wetzikon die Einweihung der neuen Gemeinschaft „Vom Himmel zur Erde“ – Costa Dorata del Sole statt. In einer ruhigen, zugleich intensiven Atmosphäre versammelten sich Freunde, Brüder und Schwestern, um diesen besonderen Moment gemeinsam zu erleben. Schon zu Beginn wurde spürbar, dass es sich nicht einfach um eine Veranstaltung handelte, sondern um einen Augenblick des Innehaltens, der inneren Sammlung und der gemeinsamen Ausrichtung.

Giorgio Bongiovanni eröffnete den Abend mit einem kraftvollen Bild: Die Gemeinschaften, die heute entstehen, seien wie ein kleiner David gegenüber einem mächtigen Goliath. Nicht durch äußere Stärke, nicht durch Macht oder Einfluss, sondern durch Wahrheit, geistige Kraft und Treue zu Christus könne auch das scheinbar Kleine dem scheinbar Übermächtigen entgegentreten.

In seinen Worten wurde deutlich, dass eine Arche nicht als religiöse Institution zu verstehen ist. Sie ist kein Tempel aus Stein und keine Organisation im klassischen Sinne, sondern ein geistiger Raum der Begegnung – ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, um sich innerlich vorzubereiten und Verantwortung zu übernehmen. Eine Arche lebt nicht durch Strukturen, sondern durch die Qualität der Menschen, die sie tragen.

Dabei betonte er, dass es letztlich um gelebte Werte geht: Gerechtigkeit, Brüderlichkeit, Freiheit, Barmherzigkeit und der Respekt vor dem Leben. Diese Werte sollen nicht nur gedacht oder geglaubt, sondern im Alltag konkret verwirklicht werden. Gerade darin liege die eigentliche Herausforderung.

Ein besonders tiefgehender Gedanke war die Beschreibung der Arche als eine Art geistiger Prüfstein. Kleine Gemeinschaften innerhalb der Menschheit, in denen sich zeigt, ob der Mensch fähig ist, eine neue Form des Zusammenlebens zu verwirklichen. Nicht auf der Grundlage von Macht oder Egoismus, sondern auf der Grundlage von Wahrheit, Verantwortung und innerer Reife.

In diesem Zusammenhang wurde auch klar hervorgehoben, dass der Mensch nicht passiv auf Hilfe von außen warten kann. Höhere Intelligenzen mögen beobachten, begleiten und innerlich unterstützen, doch sie werden die Probleme der Menschheit nicht an ihrer Stelle lösen. Die Entscheidung bleibt beim Menschen selbst. Genau darin liegt die Prüfung: ob der Mensch bereit ist, seine Freiheit im Guten zu gebrauchen.

Im weiteren Verlauf des Abends wurde der Blick auf den inneren Weg des Menschen gerichtet. Giorgio sprach über die Entwicklung der Seele, über die Reinkarnation und über den freien Willen. Vor jeder Inkarnation, so erklärte er, wählt die Seele einen Weg, der ihrer Entwicklung dient. Doch dieser Weg ist nicht starr – er kann durch die Entscheidungen des Menschen verändert werden, im Guten wie im Negativen.

Ein eindrucksvolles Bild begleitete diese Erklärung: die Seele als ein Tropfen im Ozean des göttlichen Geistes. Dieser Tropfen begibt sich auf eine lange Reise durch die Schöpfung, sammelt Erfahrungen, lernt, erkennt und entwickelt Bewusstsein, bis er eines Tages nicht nur sagt „ich existiere“, sondern bewusst erkennt: „Ich bin“. Der Sinn dieses Weges liegt nicht nur im Leben selbst, sondern in der Erkenntnis, in der Liebe und in der Rückkehr zum Ursprung.

Vor dem eigentlichen Interview wurde der Blick auch auf die Geschichte und Bedeutung der Schweiz gelenkt. Es wurde an die Ursprünge der Eidgenossenschaft im Jahr 1291 erinnert, an den Freiheitsgedanken und an die Symbolfigur Wilhelm Tell, der – unabhängig von seiner historischen Existenz – zu einem starken Sinnbild für Unabhängigkeit und innere Standhaftigkeit geworden ist.

Die Schweiz wurde dabei als ein Land beschrieben, das nicht aus Macht entstanden ist, sondern aus einer Entscheidung zur Gemeinschaft. Eine Verbindung freier Menschen, die sich gegenseitig unterstützen wollten. Genau dieser Gedanke der freiwilligen Einheit wurde mit der heutigen Situation verbunden: Auch heute entstehen Gemeinschaften nicht durch Zwang, sondern durch eine innere Entscheidung des Menschen.

In diesem Zusammenhang erhielt auch der Ort Zürich eine besondere Bedeutung. Giorgio erklärte, dass die Wahl dieser Stadt kein Zufall sei. Zürich sei nicht nur ein wirtschaftliches Zentrum, sondern ein Ort mit einer tiefen symbolischen Rolle innerhalb der globalen Strukturen von Macht und Einfluss. Gerade deshalb könne die Präsenz einer Arche hier als ein stilles Gegengewicht verstanden werden – klein, unscheinbar, aber geistig wirksam. Wieder erschien das Bild von David und Goliath, diesmal auf einer anderen Ebene.

Sehr persönlich wurde es, als die Frage gestellt wurde, wie ein Mensch erkennen kann, ob er zu diesem Weg oder zu einer Arche gehört. Die Antwort war schlicht und zugleich tief: Man muss es fühlen. Es ist kein rein rationaler Prozess, keine Entscheidung, die man allein mit dem Verstand trifft. Es ist ein inneres Erkennen, vergleichbar mit dem Gefühl, sich wirklich zu verlieben. Etwas, das man nicht erzwingen kann, sondern das entsteht – oder eben nicht.

Doch dieses innere Gefühl allein reicht nicht aus. Es muss wachsen, geprüft werden und sich im Leben bestätigen. Durch Studium, durch Erfahrungen und auch durch Herausforderungen. Denn echte Zugehörigkeit zeigt sich nicht im ersten Impuls, sondern in der Beständigkeit.

Der erste Teil des Abends endete mit weiteren tiefen Reflexionen über Verantwortung, freien Willen und den Wert des menschlichen Lebens. Nach diesen intensiven Impulsen wurde eine kurze Pause eingelegt, bevor das Gespräch im zweiten Teil fortgesetzt wurde.

Teil 2 - Das Mal des Tieres, die Macht des Geldes und die Wiederkunft Christi

Während des Treffens wurde eines der stärksten und sensibelsten Themen des Interviews behandelt: die Bedeutung des „Malzeichens des Tieres“, die Rolle des Geldes in der heutigen Welt, die Figur des Antichristen, Giuda Leagion, die globale geopolitische Krise, die Gefahr eines Weltkrieges und vor allem die Wiederkunft Christi.

Apokalypse des Johannes
Giorgio Bongiovanni erklärte, dass das Mal des Tieres nicht nur als äußeres, politisches oder technologisches Symbol verstanden werden darf. Im Kern sei das Mal des Tieres das Geld: nicht einfach als materielles Mittel, sondern als „Gott Geld“, also jene geistige Kraft, die den Menschen beherrscht, das Bewusstsein beeinflusst, Nationen lenkt und die Entscheidungen der Mächtigen bestimmt.

Geld, so erklärte Giorgio, kann auch zum Guten eingesetzt werden: um Leid zu lindern, Bedürftigen zu helfen und das Gerechte zu unterstützen. Doch wenn der Mensch dem Geld dient, wenn er lebt, um es zu besitzen, zu vermehren und zu schützen, dann wird das Geld zu einer Macht, die die Seele gefangen nehmen kann.

In diesem Zusammenhang werden auch moderne Technologien, digitale Zahlungssysteme und globale Finanzstrukturen zu Konsequenzen dieser tieferen Realität. Nicht das Objekt selbst ist das Mal des Tieres, sondern der Geist, der dahintersteht: die Herrschaft des Geldes über den Menschen.

Giorgio verband dieses Thema mit der Apokalypse und sprach über die großen Weltmächte, die zwei „Bestien“ und den „Drachen“. Nach seiner Auslegung sind politische, militärische und wirtschaftliche Mächte letztlich alle in unterschiedlicher Weise der Logik des Geldes unterworfen. Wer über nukleare Waffen verfügt, trägt – so seine Aussage – eine Verantwortung, die in sich bereits eine antichristliche Dynamik beinhaltet, da sie die Möglichkeit zur Zerstörung des Lebens in sich trägt.

Bezüglich Giuda Leagion stellte Giorgio klar, dass er ihn nicht als den Antichristen selbst sieht, sondern als eine Erscheinungsform, ein Instrument dieses Systems. Der eigentliche Antichrist sei jener Geist, der das Geld beherrscht und durch die Mächtigen der Welt wirkt.

Das Gespräch weitete sich anschließend auf die aktuelle geopolitische Lage aus. Giorgio betonte, dass sich die Welt in einer äußerst kritischen Phase befindet, in der Konflikte nicht mehr primär aus Ideologien oder Religionen entstehen, sondern vor allem aus wirtschaftlichen Interessen. Kriege, Spannungen, Ressourcen, Waffen, Energie und Märkte kreisen alle um denselben Kern: das Geld.

Auch die Gefahr eines dritten Weltkriegs – möglicherweise nuklear – sieht er in dieser Logik begründet. Staaten handeln nicht aus Gerechtigkeit, sondern zur Verteidigung von Interessen und Machtstrukturen. In diesem Kontext kann Krieg zum extremsten Ausdruck eines vom Geld dominierten Systems werden.

Ein besonders intensiver Teil des Interviews widmete sich Giorgios spiritueller Mission. Er betonte, dass er sich selbst nicht in den Mittelpunkt stellen möchte, sondern sich als Bote versteht – als „Fähre“, die Menschen zu Christus führt.

Jesus Christus
Die zentrale Figur müsse immer Jesus Christus sein: der Sohn Gottes, der Lehrer, der Erlöser. Nicht eine Person, nicht eine Organisation – sondern Christus selbst.

Giorgio sprach von einem Christus, der nicht nur göttlich, sondern auch zutiefst menschlich ist. Ein Christus, der geliebt, gelitten, geweint und die menschliche Erfahrung vollständig durchlebt hat. Gerade dadurch sei er dem Menschen nahe und könne ihn wirklich verstehen.

Die Wiederkunft Christi beschrieb er nicht als konkretes Datum, sondern als Prozess, der sich bereits ankündigt. Christus sei schon gegenwärtig – auf mystischer Ebene, in Zeichen, Erscheinungen und spirituellen Manifestationen. Seine öffentliche Offenbarung werde jedoch nach dem Willen des Vaters erfolgen.

Ein weiterer Themenbereich war das Kino und seine mögliche „prophetische“ Rolle.
Terminator, Abyss und Unheimliche Begegnung der dritten Art wurden als Beispiele genannt. Laut Giorgio spiegeln solche Filme oft nicht nur Fantasie wider, sondern enthalten auch reale Informationen oder intuitive Vorwegnahmen zukünftiger Entwicklungen.

Auch das Thema künstliche Intelligenz wurde angesprochen. Giorgio sieht darin eine frühe Form eines viel umfassenderen Systems, das er mit Giuda Leagion verbindet. Die heute verfügbaren Technologien seien nur ein kleiner Teil dessen, was tatsächlich existiere.

Im letzten Teil des Gesprächs ging es um die wahre Spiritualität. Giorgio betonte, dass Wissen allein nicht ausreicht. Es genüge nicht, heilige Texte zu kennen oder spirituelle Wahrheiten zu verstehen. Wahre Spiritualität zeige sich im Handeln: im Einsatz für Gerechtigkeit, im Widerstand gegen Krieg, Gewalt, Unterdrückung und im Beistand für die Schwächsten.

Eine Spiritualität, die passiv bleibt, die alles weiß, aber nichts tut, sei keine echte Spiritualität. Christus erkenne jene, die handeln, die sich einsetzen, die ihre Stimme erheben und für die Wahrheit eintreten.

Auch auf die Frage nach Verantwortung gegenüber der eigenen Familie gab Giorgio eine sehr persönliche und radikale Antwort. Für ihn besteht die wahre Aufgabe nicht darin, nur materielle Sicherheit zu schaffen, sondern den Kindern Werte zu vermitteln: Mitgefühl, Einsatz für andere, Gerechtigkeit und Mut, für das Gute einzustehen.

Zum Abschluss richtete er eine Botschaft an alle Seelen: eine Art Gebet.
Man solle niemals die Begeisterung und die innere „Verliebtheit“ in die eigene spirituelle Aufgabe verlieren.

Denn vieles im Leben kann vergehen – Beziehungen, Interessen, Leidenschaften. Doch die Liebe zur Wahrheit, zu Christus und zur eigenen Mission dürfe niemals erlöschen.

Nur wer dieses innere Feuer bewahrt, kann – so Giorgio – den Weg bis zum Ziel gehen: zur Freude, zur Wahrheit und zur Begegnung mit dem Göttlichen.

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